Straße und Radweg nach Sturmtief Friederike erneut gesperrt.

Friederike leitet sich aus dem Althochdeutschen von Friederich ab (Frieden und Reich). Damit hat die Namensgebung ziemlich daneben gelegen.

Nach dem verheerenden Sturm Friederike mussten erneut zahlreiche Straßen gesperrt werden. So auch die Verbindung durch den Wald zwischen Tettau und Lauchhammer. Mit hoher Sicherheit hat der Sturm wieder einmal viele Bäume aus dem sumpfigen, vom Grundwasser aufgeweichten Boden gerissen.

Auf der A13 starb ein LWK-Fahrer der vermutlich bei einer heftigen Böe gegengelenkt hatte und dabei in die Leitplanken geriet.

Es ist vielleicht etwas weit hergeholt, aber an dieser Stelle muss ich das Unwort des Jahres 2017 „Alternative Fakten“ mit bedienen. Tatsache ist, dass wir innerhalb kurzer Zeit zahlreiche heftige Stürme hatten und genauso ist Tatsache, dass Grundwasser den Boden im genannten Waldgebiet, zwischen den Ortschaften immer weiter aufweicht. Hier sollten sich betroffene Waldbesitzer, Anwohner und Abgeordnete an den Tagebaubetreiber wenden, um gemeinsam mögliche Ursachen an den Tag zu bringen.

Sturm „Friederike“ fordert Todesopfer in Brandenburg
https://www.lr-online.de/nachrichten/brandenburg/sturm-friederike-fordert-todesopfer-in-brandenburg_aid-7080003

Glyphosat in der Praxis – Bericht eines Obstbauern über den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln

Ein Obstgärtner packt aus über Pflanzenschutzmittel!!

„Zu mir selbst: ich bin gelernter Gärtner und habe meine Ausbildung als 3.-bester des Landes Brandenburg abgeschlossen. Ich habe 5 Jahre als Obstgärtner gearbeitet.
Ich denke, dass der Beitrag hier gut reinpasst um euch etwas die Augen zu öffnen, welche Gifte ihr tagtäglich zu euch nehmt und diese weitergebt an eure Kinder.

Wie ihr wisst steht das Mittel Glyphosat stark im Fokus der Öffentlichkeit.
Ich werde euch zeigen, dass Glyphosat nur eine Schneeflocke auf dem Eisberg ist.

Die wenigstens wissen, wie oft z.B. ein konventioneller Apfel gespritzt wird.
Ich liste auf nach Monaten:
Januar: ist relative Spritzruhe, da die Bäume geschnitten werden.

Februar: 2x Kupfer-spritzungen (funguran), erste vorbeugende Unkraut-spritzung ( kerb stomp und fusilade)

März: 2x Kupfer-spritzungen

April: 1x Unkraut (stomp glyphosat), 1-2 Spritzungen mit Schwefelkalt, 2-3 Spritzungen gegen den Apfelstecher (calypso), 1 Ausdünnungs-spritzung (hohe Stickstoff-Konzentrationen werden direkt in die Blüte gespritzt)

Mai : (je nach Wetter) 2x Spritzung mit delan, 2x Spritzung mit score gegen Apfelschorf.

Juni: 1x Unkraut (glyphosat), 3-4 Spritzungen mit delan, 3x spritzungen mit malvin, 1-2 Sprit. gegen Läuse und Milben (pirimor )

Juli: 4x delan, 2x malvin, 1x score, 1x scala, 1x pirimor

August: 5-6 delan, 1x malvin, 1x scala, 1x glyphosat gegen Unkraut.

September:4x delan, 1x vision (gegen Lagerfäule), Ernte.

Oktober: 1x vison, 1x glyphosat, 1x kupfer

November: 1x kupfer

Dezember:2x kupfer, 1x glyphosat oder kerb, mit stomp gegen unkraut.

Das sind 46 Spritzungen im Jahr, wenn das Wetter mitspielt.
Bei mehr Niederschlag verdoppelt sich fast die Anzahl der Spritzungen.
Es gibt bei den Mitteln eine sogenannte Karenszeit, d.h.die Zeit, in der sich das Mittel abgebaut haben sollte.
Diese Zeit halten die Bauern auch ein, dies wird auch vom Verbraucheramt überwacht.
Das eigentliche Problem ist, dass nicht das Verbraucheramt die Zeit festlegt, sondern der Hersteller.
Ein Beispiel: als meine Kollegen und ich Kirschen aßen, die mit mospilan behandelt wurden, stellen einige Kollegen sowie auch ich einen roten juckenden Ausschlag fest am Bauchnabel.
Das Mittel hat eine Wartezeit von 7 Tagen, wir aßen sie nach 21 Tagen.
John Lennon sagte einst: Wenn Schlachthäuser aus Glas wären würde niemand mehr Fleisch essen.
Ich sage : wenn jeder an einem Feld oder einer Plantage wohnen würde, würde niemand mehr das Haus
verlassen ohne Schutzanzug und Gasmaske.
Ich hoffe, ich konnte euch etwas die Augen öffnen.
Darf kopiert werden, aber bitte ohne meinen Namen!“

Den Bericht bitte gern weitergeben und darüber reden.

Gesamtdeutsches Bürgerkandidatentreffen in Bad Sulza – 25./26. November 2017

Lindenau, 27.11.2017 – Aus ganz Deutschland trafen sich am 25. und 26. November 2017 die unabhängigen Mitglieder lokaler Bürgerkomitees der Initiative „Bürgerkandidaten“ in Bad Sulza/Thüringen zu einem Planungs- und Diskussionsforum – darunter auch viele, die bei den letzten Bundestagswahlen als parteifreie Direktkandidaten aufgestellt waren. Dazu gehört Ingo Weidelt aus Lindenau, der für den Wahlkreis Elbe-Elster/Oberspreewald-Lausitz als Bürgerkandidat angetreten ist.
Nach der Wahl des ersten Bundestages im Jahr 1949 ist kein parteiloser Direktkandidat mehr in den Bundestag eingezogen. Die Parteien dominieren seither das politische Geschehen. Das will die Initiative Bürgerkandidaten ändern, die es sich auf die Fahnen geschrieben hat, für mehr direkte Demokratie einzustehen, für mehr Bürgerbeteiligung – auch in Form von Volksentscheiden – und für mehr aktive Kooperation mit den BürgerInnen auf lokaler, regionaler und bundesweiter Ebene. Die parteifreien Bürgerkandidaten sehen ihre Stärke darin, dass sie ohne Fraktionszwang und wirklich frei in ihren Entscheidungen nur ihrem Wahlkreis und ihrem Gewissen verpflichtet sind und somit in ihren Entscheidungen und Beiträgen zum politischen Gesamtbild innovativer und flexibler agieren können.
Die Themen des ersten gesamtdeutschen Treffens reichten von verfassungsgebenden Fragen, über die Teilnahme an künftigen Wahlen und die Planung von Aktionen bis hin zu Kooperationen mit Parteien, Instituten und Organisationen. Fragen zu den Zielen und Aktivitäten der Bürgerkandidaten sowie zur Beteiligung und Unterstützung beantwortet Ingo Weidelt unter ingo.weidelt@protonmail.com.

Aufruf von Piotr Szczęsny – geschrieben bevor er sich selbst anzündete und später starb.

Den Aufruf schrieb der 54 jährige Piotr Szczęsny aus der Nähe von Krakau an seine Mitbürger, bevor er sich am 19. Oktober vor dem Kulturpalast in Warschau selbst anzündete und am 29. Oktober an den Folgen verstarb.
Schnell waren die „öffentlichen“ Medien dabei diesen verzweifelten Menschen als psychisch krank zu verunglimpfen.

Hier der ganze Aufruf von Piotr Szczęsny, der wie in einem Prisma die Lage im Land aufzeigt:

1. Ich protestieren gegen die Einschränkung von Bürgerrechten durch die Regierung

2. Ich protestieren gegen die Verletzung der demokratischen Grundrechte, vor allen Dingen bezüglich der praktischen Aushöhlung des Verfassungsgerichtes und der gleichzeitigen Aufhebung der Unabhängigkeit der Gerichte.

3. Ich protestieren gegen die Rechtsverletzungen durch die Regierung, vor allen Dingen der Verletzung der Verfassung. Ich protestiere, dass diejenigen, die für die Einhaltung der Verfassung zuständig sind – unter anderem der Präsident – an eine Änderung der gültigen Verfassung heran gehen, zu allererst sollen sie die einhalten, die rechtsgültig ist.

4. Ich protestiere gegen die Art von Regieren, wo die Personen, die die höchsten Ämter im Staat bekleiden, Anweisungen von einem nicht näher bezeichnetem Zentrum ausführen, das an den Präses der PiS gekoppelt ist, der selbst für seine Entscheidungen keine Verantwortung trägt. Ich protestiere gegen einen solchen Arbeitsstil im Parlament, wo Gesetze in Eile eingebracht werden, ohne Diskussion und notwendigen Konsultationen, oft nachts und schließlich müssen sie auch gleich wieder verbessert werden.

5. Ich protestieren gegen die Marginalisierung der Rolle Polens auf internationaler Ebene und unser Land somit der Lächerlichkeit preiszugeben.

6. Ich protestiere gegen die Vernichtung unserer Umwelt, vor allem durch die, die sie schützen sollen – wie den Białowiecki Urwald und andere Naturreservate, die Bevorzugung der Lobbyisten von Jägern und die Bevorzugung von Kohle für die Energiegewinnung.

7. Ich protestiere gegen eine Spaltung der Gesellschaft, die immer weiter vertieft wird. Vor allem protestiere ich gegen die Erschaffung der „Smolensker Religion“ auf deren Grundlage die Menschen eingeteilt werden. Ich protestiere gegen Sèancen des Hasses, zu denen die „Smolensker Monatsgedenken“ wurden und gegen ein Vokabular des Hasses und der Fremdenfeindlichkeit, durch die die Regierung die Gesellschaft unterwarf.

8. Ich protestiere dagegen, dass alle möglichen Funktionen von den eigenen Leuten besetzt werden, die größtenteils nicht über eine entsprechende Qualifizierung verfügen.

9. Ich protestieren dagegen, dass solche Leute wie Lech Wałęsa oder ehemalige Vorsitzende der Verfassungsgerichtes herabgewürdigt, mit Dreck beworfen und ihre Autorität mit Füßen getreten wird.

10. Ich protestieren gegen die überbordende Zentralisierung im Staat und den damit verbundenen Gesetzesänderungen, die Kommunalverwaltungen und NGO’s betreffen, ganz nach dem Bedarf der Regierungspartei.

11. Ich protestiere gegen die feindliche Einstellung der Regierung zu Migranten und die Diskriminierung von verschiedenen Gruppen und Minderheiten: Frauen, Homosexuelle (und andere LGBT), Moslems und andere.

12. Ich protestiere gegen die vollkommene Übernahme des öffentlichen Fernsehens und fast aller Radiosender, um aus ihnen ein Sprachrohr der Propaganda der Regierung zu machen. Mich persönlich schmerzt das Abschalten der Radiostation Trójka, das ich seit meiner Jugend gehört habe.

13. Ich protestieren gegen das Einsetzen von Spezialdiensten, Polizei und Staatsanwaltschaft zum Nutzen eigener oder parteilicher Interessen.

14. Ich protestiere gegen eine Bildungsreform, die unvorbereitet ohne großem Nachdenken und ohne Konsultationen eingeführt wurde.

15. Ich protestiere gegen die Ignoranz gegenüber den großen Bedürfnissen im Gesundheitswesen.

Noch mehr Proteste könnte ich an die jetzige Regierung richten, aber ich habe mich auf das konzentriert, was für das Wirken von Gesellschaft und Staat wesentlich ist.

Keinen Appell richte ich an die jetzige Regierung, denn nach meiner Auffassung bringt es nichts.

Viele, die schlauer und auch bekannter sind als ich es bin, wie auch viele polnische und europäische Institutionen haben die Regierung zu verschiedenen Handlungen aufgerufen und diese Appelle wurden alle ignoriert und die Absender mit Dreck beworfen. Sicherlich werde auch ich, für das was ich tue, mit Dreck beworfen. Aber wenigstens befinde ich mich in guter Gesellschaft.

Jedoch möchte ich, dass der Präses der PiS und die ganze Nomenklatur der PiS zur Kenntnis nimmt, dass mein Tod sie unmittelbar belastet und mein Blut an ihren Händen klebt.

Meinen Appell richte ich an alle Polinnen und Polen, diejenigen, die darüber entscheiden wer in Polen regiert, damit sie sich mit dem auseinander setzen, was die jetzige Regierung tut und wogegen ich protestiere.

Gebt euch nicht zufrieden damit, dass ja jede Regierung sich irgendwann wieder beruhigt und zur Normalität zurückkehrt – wie es etwa kürzlich geschah. In einigen Tagen oder Wochen werden sie wieder in die Offensive gehen und werden erneut das Recht beugen. Und niemals werden sie weichen und davon abgeben, was sie sich angeeignet haben.

Sicherlich ist es ein schon eine abgegriffnes Formel, aber hier passt sie hin: Wenn nicht wir, wer sonst? Wer wenn nicht wir Bürger sollen Ordnung in unserem Land schaffen? Wenn nicht jetzt, wann denn sonst?

Jede Verzögerung führt dazu, dass die Situation in unserem Land immer schwieriger wird und somit wird es auch schwerer die vielen Missstände zu beseitigen.

Vor allen Dingen wende ich mich an diejenigen, die die PiS unterstützen, damit sie aufwachen – auch wenn Euch die Forderungen der PiS gefallen mögen, so nehmt doch bitte zur Kenntnis, dass nicht jede Art diese zu verwirklichen erlaubt ist. Realisiert Eure Vorstellungen im Rahmen eines demokratischen Rechtsstaates und nicht auf eine Weise, in der Ihr es jetzt macht.

Diejenigen, die die PiS nicht unterstützen, weil Politik sie nicht interessiert oder sie andere politische Präferenzen haben, rufe ich zur Tat auf – es reicht nicht darauf zu warten, was die Zeit mit sich bringen wird, es reicht nicht die Unzufriedenheit im Kreis der Bekannten kundzutun, tut etwas. Möglichkeiten gibt es wirklich genug.

Ich bitte Euch jedoch denkt daran, dass die Wähler der PiS unsere Mütter, Brüder, Nachbarn, Freunde und Kollegen sind. Es geht nicht darum mit ihnen einen Krieg zu führen – dies möchte die PiS – oder sie zu bekehren – das wäre naiv. Aber es geht darum, dass sie ihre Auffassungen nach den Regeln der Gesetze und der Demokratie realisieren. Vielleicht reicht ein Wechsel an der Parteispitze.

Ich, ein einfacher normaler Mensch rufe Euch alle auf – wartet nicht länger. Diese Regierung müssen wir schnellstens ablösen, bevor sie endgültig unser Land vernichtet, bevor sie uns endgültig der Freiheit berauben.

Ich liebe die Freiheit über alles. Deswegen habe ich beschlossen mich selbst zu verbrennen und habe die Hoffnung, dass mein Tod das Gewissen vieler Menschen wachrüttelt, dass die Gesellschaft erwacht und Ihr nicht warten werdet, dass die Politiker alles für Euch machen – denn sie machen nichts!

Wacht auf – noch ist es nicht zu spät!

Piotr Szczęsny
https://de.wikipedia.org/wiki/Piotr_Szcz%C4%99sny

Original von Norbert Kollenda
neue Polnische Presseschau:http://www.sozonline.de/polnische-presseschau/

Radweg nach Sturm Herwart erneut gesperrt.

Am letzen Oktoberwochenende 2017, ausgerechnet zur Zeitumstellung hat der Sturm Herwart auch in Südbrandenburg viele Bäume entwurzelt. Der Radweg zwischen Tettau und Lauchhammer wurde erneut gesperrt. (1)
Bereits nach dem vorherigen Sturm Xavier sind, laut Wildfried Brödno (CDU), Dezernent im Kreishaus Oberspreewald-Lausitz, „die Kreisstraßen mehrfach kontrolliert worden.“ (2) Kurz danach wurde eine Gruppe Radfahrer von einem umstürzenden Baum getroffen – ene Frau starb – Radweg und Straße wurden gesperrt und die Bäume ein ganze Woche lang auf Totholz kontrolliert und beschnitten.

Nach Herwart war der Radweg nun erneut eine Woche gesperrt -die Straße allerdings war frei. Am Ende der Woche gingen Gerüchte um, dass eigentlich die Straße gesperrt wurde und irgendjemand die Absperrung auf den Radweg geschoben habe.
Aber das war ziemlich egal, weil offenbar in dieser Woche ohnehin nichts an den Bäumen getan wurde.
Heute, am 07.11.2017 ist der Radweg noch immer gesperrt. Ob das eigentliche Problem der zahlreichen umstürzenden Bäume in dieser Region angegangen oder zumindest öffentlich genant wird und welche Konsequenzen daraus gezogen werden steht noch in den Sternen.

(1) https://www.lr-online.de/lausitz/senftenberg/strasse-nach-tettau-wird-erneut-gesperrt_aid-6769901

(2) https://www.lr-online.de/lausitz/senftenberg/frau-75-auf-radweg-bei-tettau-von-baum-erschlagen_aid-5689703

Fallende Bäume und tragische Unfälle sind nicht zu vermeiden?

Dieser Leserbrief wurde am 13.10.2017 an die Lausitzer Rundschau gesendet, jedoch bis heute nicht veröffentlicht.
Der Leserbrief soll als Kommentar und Hinweis eines betroffenen Bürgers zum Artikel der Lausitzer Rundschau „Entwurzelte Eiche tötet Radlerin“, vom 12.Oktober 2017 verstanden werden.

Leserbrief lr-online – Tödlicher Unfall – Entwurzelte Eiche tötet Radlerin